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Daten und Fakten für die standesamtliche Trauung

Die gesetzliche Seite der standesamtlichen Trauung

Seit dem 1. Januar 2009 ist eine kirchliche oder andere religiöse Trauung ohne vorherige standesamtliche Eheschließung aufgrund des Personenstandsreformgesetz keine Ordnungswidrigkeit mehr. Die standesamtliche Trauung ist in Deutschland demnach zwar keine Pflicht mehr, trotzdem werdet Ihr vom Gesetzgeber aufgrund  des § 1350 Bürgerliches Gesetzbuch ohne standesamtliche Trauung nicht als zivilrechtliches Ehepaar anerkannt. Die standesamtliche Trauung bedeutet vor allem, dass sich für Euch auch juristische Rechte und Pflichten als Eheleute ergeben, was bei einer religiösen Trauung nicht der Fall ist. Vor dem Gesetz geltet Ihr mit einer religiösen Trauung also als unverheiratet.

Durch die standesamtliche Eheschließung habt Ihr z.B. Unterhalts- und Erbansprüche, Anspruch auf Hinterbliebenenrente und vor allem steuerrechtliche Vorteile. Die standesamtliche Trauung ist ein wenig Bürokratie also auf jeden Fall wert um eine staatlich anerkannte Ehe einzugehen.


Voraussetzungen für eine standesamtliche Trauung

In Deutschland haben im Jahr 2014 ca. 378.000 Menschen die Ehe beschlossen. Voraussetzung hierfür ist, dass mindestens einer der beiden Verlobten das 18. Lebensjahr vollendet hat, der Partner mindestens das 16. Lebensjahr. So kann eine Heiratserlaubnis beim Familiengericht unter Einbeziehung der Eltern erwirkt werden.

Fotograf bei der standesamtlichen Trauung Fotograf bei der standesamtlichen Trauung Fotograf bei der standesamtlichen Trauung


Was bedeutet “ Aufgebot bestellen “ heute

Bevor Ihr heiratet müsst Ihr das „Aufgebot bestellen“. Das bedeutet, Eure bevorstehende Hochzeit bekannt zu geben. Bis 1998 galt die Pflicht, dies zu tun. So konnten begründete Widersprüche von Mitmenschen gegen die Hochzeit gemeldet und bekannt gegeben werden, falls diese bestanden. Ein Grund für ein Eheverbot war zum Beispiel eine bereits bestehende Ehe.

Seit der Reformierung des Ehegesetzes 1998 ist das Aufgebot durch die Anmeldung zur Eheschließung ersetzt worden. Ob es Hindernisse für eine Eheschließung gibt, muss jetzt der jeweilige Standesbeamte herausfinden.


Eintragung als Lebenspartnerschaft

Seit 2001 können sich gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland ebenfalls standesamtlich trauen lassen und gehen damit eine eingetragene Lebensgemeinschaft ein. Sie ist der rechtliche Rahmen der Beziehung, durch den ebenfalls Rechte und Pflichten auf beide Partner zukommen.

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